Montag, 11. Dezember 2017

Aktion an Katrin Göring-Eckardt zur Verteidigung des Werbeverbots für Abtreibungen!

Liebe Freunde des Lebens,

den Namen des Mädchens Charlotte Fien muss man sich merken.
Sie ist nämlich ein Mädchen mit Down-Syndrom, aber vor allem mit viel Mut:

Der UN-Funktionär Ben Achour hatte in einer Sitzung der Vereinten Nationen dafür plädiert, die Abtreibung von Kindern mit Down Syndrom zu erleichtern.

Charlotte Fien hat daraufhin eine Video-Botschaft an Ben Achour gerichtet, indem sie den Wunsch äußert, an einer UN-Sitzung teilzunehmen um allen sagen zu können, was sie von seiner Einstellung gegenüber Down-Kindern hält.

Sie erklärte: "Ich bin ein Mensch, so wie Sie. Der einzige Unterschied ist ein zusätzliches Chromosom. Und mein Extra-Chromosom macht mich viel toleranter als Sie es sind." … "Warum schreien Sie nicht auf, wenn Menschen uns aussterben lassen wollen? Was haben wir Ihnen getan, dass Sie wollen, dass wir verschwinden? Soweit ich weiß, hasst meine Menschengruppe nicht, diskriminiert nicht und begeht auch keine Verbrechen…"

Dieser Mut und diese Bereitschaft, für das Recht auf Leben einzutreten, haben mich dermaßen begeistert, dass ich Ihnen diesen Vorfall mitteilen wollte.

Das Beispiel von Charlotte Fien muss uns anspornen, immer lauter und entschlossener unsere Stimme für die ungeborenen Kinder zu erheben.

Deshalb möchte ich Sie heute bitten, eine E-Mail an Katrin Göring- Eckardt, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag, zu senden.

Wir müssen gegen die Bestrebungen bei den Grünen protestieren, Werbung für Abtreibungen zulassen zu wollen.

Man muss sich das vorstellen: Werbung für das Töten von unschuldigen Kindern im Mutterleib soll erlaubt werden!

Bitte schreiben Sie an Katrin Göring-Eckardt und protestieren Sie scharf gegen die lebensfeindliche Politik dieser Partei.

Brief an Katrin Göring-Eckardt (hierzu folgt ein Vorschlag, selbstverständlich können Sie den Text verändern):

Sehr geehrte Frau Göring-Eckardt,

in der letzten Bundesdelegiertenkonferenz Ihrer Partei haben sie gesagt: "Wir wollen, dass in den nächsten vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen!" Damit bestätigen Sie einmal mehr den Verdacht, den viele Bürger dieses Landes haben: Sie setzen sich lieber für das Leben von Insekten als das von Menschen im Mutterleib ein.

Die Abtreibungspraxis in Deutschland führt nicht nur zu einer massenhaften Tötung von unschuldigen Kindern, sondern auch zur fast vollständigen Auslöschung von Kindern mit Down-Syndrom.
Nun wollen Abgeordnete aus Ihren Reihen noch die Werbung "des Vermögensvorteils wegen" erlauben. Sind Sie eigentlich nicht in der Lage zu begreifen, welch lebensfeindliche Politik Ihre Partei betreibt?

Deshalb meine Forderung an Sie: Folgen Sie ihrem christlichen Gewissen und widersetzen Sie sich diesem makabren Ansinnen. Setzen Sie ein deutliches Signal für das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder und verhindern Sie die Legalisierung von Werbung für das Töten von ungeborenen Kindern.
Mit freundlichen Grüßen

Kontaktdaten:

Frau
Katrin Göring-Eckardt MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon: 030-227 71928
Telefax: 030-227 76275
Mail: katrin.goering-eckardt@bundestag.de


Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Pilar Oldenburg

Donnerstag, 7. Dezember 2017

In Dänemark werden fast alle Down-Kinder abgetrieben

Wie LifeNews berichtet (http://www.lifenews.com/2017/12/05/denmark-seeks-total-elimination-of-people-with-down-syndrome-aborts-all-but-4-babies/), werden in Dänemark fast alle Kinder mit der Diagnose Down-Syndrom abgetrieben.

Im Jahr 2016 kamen lediglich 4 Kinder mit dieser Behinderung zur Welt.

Die dänische Regierung berichtete 2014, dass 2014 98 Prozent dieser Fälle abgetrieben werden.

Damit belegt Dänemark den zweiten Platz in der weltweiten Down-Todes-Statistik. In Island werden 100 Prozent dieser Kinder im Mutterleib getötet. In Frankreich sind es 77 und in Großbritannien 90 Prozent.

Aus Deutschland gibt es keine genauen Zahlen, Schätzungen gehen aber von ca. 95 Prozent aus. 

In den Vereinigten Staaten werden 67 Prozent dieser Kinder abgetrieben. Diese offensichtliche Diskriminierung hat dazu geführt, dass manche US-Bundesstaaten Restriktionen einführen. Ohio ist dabei, Abtreibungen von Down-Kindern ganz zu verbieten. 

Was Europa anbelangt, wird nur in Polen über ein Gesetz debattiert, welches das Leben der Down-Kinder schützt.

Eltern berichten von einem zunehmenden Druck, Kinder mit Krankheiten abzutreiben. Einer der Gründe hierfür ist der große technologische Fortschritt in der Pränataldiagnostik. Dieser medizinische Bereich erfährt ebenso große Zuwächse und Umsätze, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Zahl von Schwangerschaften in hohem Alter.

Aktion: Werbeverbot für Abtreibungen verteidigen!

Liebe Freunde des Lebens,

wenn die Abtreibungslobby in der Öffentlichkeit auftritt, tut sie das oft mit einer Mischung von Arroganz, moralischer Überheblichkeit und verbaler Einschüchterung.

Nach dem Motto: wer nicht für mich ist, ist gegen mich – und ein Feind der Frauen. Doch bei der Abtreibung geht es nicht um Selbstbestimmung, sondern um Fremdbestimmung über das Kind im Mutterleib.

Wir dürfen uns von dieser Großmauligkeit der Abtreibungslobby nicht beeindrucken lassen, sondern uns stets bewusst sein, dass:

1. Wir als Lebensrechtler Wahrheit, Recht und Ethik hinsichtlich des Lebensrechtes verteidigen, während

2. die Abtreibungslobby das Töten von unschuldigen Kindern im Mutterleib befürwortet.

Auch in der laufenden Debatte um die Streichung des Werbeverbots für Abtreibung (Abschaffung des & 219a StGB) ist es dringend nötig, sich der Präpotenz der Abtreibungslobby zu widersetzen und ihnen ins Gesicht sagen:

Ihr wollt keine Gerechtigkeit! Ihr fördert das Töten von wehrlosen Kindern.

Mit dieser Debatte um die Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen werden wir uns eine Weile beschäftigen müssen und wir werden mehrmals intervenieren müssen, um unsere Pflicht, das Leben der ungeborenen Kinder zu verteidigen, wahrzunehmen.

Heute möchte ich Sie aber bitten, zwei E-Mails (oder gedruckt als Brief, wenn Sie wünschen), abzuschicken.

Die erste E-Mail ist an Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender der Union im Deutschen Bundestag, gerichtet.

Bitte senden Sie die zweite E-Mail (oder in gedruckter Form) an Andrea Nahles, zurzeit Fraktionsvorsitzende der SPD im Deutschen Bundestag.

Brief an Volker Kauder (hierzu folgt ein Vorschlag, selbstverständlich können Sie den Text verändern):

Sehr geehrter Herr Kauder,

mit zunehmendem Kampfgeist fordern deutsche Abtreibungsbefürworter eine weitere Relativierung des Rechts auf Leben durch die Zulassung von Werbung für Abtreibung. Konkret wird die Streichung von § 219a StGB gefordert.

Dazu muss die Haltung der Union eindeutig und entschlossen sein:

Jeder Mensch hat in Deutschland von der Zeugung an ein Recht auf Leben. Es ist ein Skandal, dass dieses Recht hierzulande nicht geschützt wird. Dieser Skandal wird noch größer, wenn zusätzlich Werbung für diese rechtswidrige Tat erlaubt werden soll.

Die Union muss diesem verheerenden Ansinnen eine klare Abfuhr erteilen. Und mehr noch: Die Union muss sich in der Öffentlichkeit für das Lebensrecht der Ungeborenen einsetzen und mit Nachdruck darauf hinweisen, dass bei einer Abtreibung ein unschuldiger Mensch getötet wird!

Mit freundlichen Grüßen

Kontaktdaten von Herrn Volker Kauder:

Herrn
Volker Kauder MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Tel.: 030 / 227 - 77 601
Fax.: 030 / 227 - 76 601
volker.kauder@bundestag.de

*   *   *   *   *

Brief an Andrea Nahles (hierzu folgt ein Vorschlag, selbstverständlich können Sie den Text verändern):

Sehr geehrte Frau Nahles,

Aus den Reihen Ihrer Fraktion mehren sich Stimmen, die Werbung für Abtreibungen zulassen möchten. Dieser Wunsch wird teils mit rabiatem Kampfgeist vorgetragen. Tatsache ist: Jeder Mensch hat in Deutschland von der Zeugung an ein Recht auf Leben. Es ist ein Skandal, dass dieses Recht hierzulande nicht geschützt wird.

Dieser Skandal wird noch größer, wenn zusätzlich Werbung für diese rechtswidrige Tat erlaubt werden soll.

Politiker, die Grundrechte und Rechtsstaat achten, müssen diesem Ansinnen eine klare Abfuhr erteilen. Und mehr noch: Sie müssen sich in der Öffentlichkeit für das Lebensrecht der Ungeborenen einsetzen und mit Nachdruck darauf hinweisen, dass bei einer Abtreibung ein unschuldiger Mensch getötet wird!

Mit freundlichen Grüßen


Kontaktdaten Andrea Nahles:

Frau
Andrea Nahles MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Telefon: 030/22778500
Mail: andrea.nahles@bundestag.de

* * * * * * * 

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen
Pilar Oldenburg 

Montag, 4. Dezember 2017

Internationale Solidarität mit SOS LEBEN nach Angriff

Die wichtigsten Pro-Life-Organisationen der Welt senden der Aktion SOS Leben Solidaritätsbriefe aufrund des linksradikalen Angriffes auf ihren Sitz.

Die US-amerikanische "National Pro Life Alliance" schrieb:

We are outraged but not totally surprised to hear that pro-abortion radicals are using vandalism and even violence in an attempt to silence the pro-life cause. Our prayers are with you all as you strive to do the good work of protecting the unborn in Germany.
For Life,
Jenni Harris, Executive Director
National Pro-Life Alliance"
(Übersetzung: Wir sind empört, aber nicht ganz überrascht zu hören, dass Abtreibungsradikale Vandalismus und sogar Gewalt einsetzten, um die Pro-Life-Sache zum Schweigen zu bringen. Unsere Gebete sind bei euch allen, während ihr euch bemüht, das Gute am Schutz des Ungeborenen in Deutschland zu tun.)

Die "Society for the Protection of Unborn Children" aus London, Großbritannein, schrieb:

We are sorry to hear that the DVCK house in Frankfurt has received attacks and banal vandalism from pro-abortion activists. However, it is no wonder, that while you work to protect humanity, you are attacked by those who are against humanity. The recent attacks show clearly the true face of the abortion advocates and undoubtedly encourage you to continue to give strong and beautiful witness in defense of the unborn and their families.
With prayers, Maria Madise

(Übersetzung: Es tut uns leid zu hören, dass das DVCK-Haus in Frankfurt Angriffe und banalen Vandalismus von Abtreibungsaktivisten erhalten hat. Es ist jedoch kein Wunder, dass Sie, während Sie sich für den Schutz der Menschheit einsetzen, von denen angegriffen werden, die gegen die Menschlichkeit sind. Die jüngsten Angriffe zeigen deutlich das wahre Gesicht der Abtreibungsbefürworter und ermutigen Sie zweifellos dazu, auch weiterhin ein starkes und schönes Zeugnis für die Verteidigung der Ungeborenen und ihrer Familien zu geben. Im Gebet verbunden, Maria Madise)

Der internationale "Movimento Europeo per la vita" (MEVD), aus Verona, Italien, schrieb:

Venuti a conoscenza del grave attacco alla sede di SOS LEBEN di Francoforte, perpetrato nella notte tra il 15 e il 16 novembre scorso, esprimiamo la nostra solidarietà e stima per l’operato della Vostra associazione e denunciamo il clima di intimidazione, che in varie parti d’Europa ostacola le iniziative di difesa della vita dal concepimento alla morte naturale. Auspichiamo altresì che le istituzioni europee vogliano contrastare con decisione questi attacchi alla libertà di espressione, allontanando i fantasmi del passato, che sembrano ritornare sotto forma di una nuova dittatura del pensiero unico.
Il presidente

Dott. Alberto Zelger

(Übersetzung: Nachdem wir von dem schweren Anschlag auf das SOS-LEBEN-Büro in Frankfurt gehört haben, der in der Nacht vom 15. auf den 16. November begangen wurde, drücken wir unsere Solidarität und Wertschätzung für die Arbeit Ihres Verbandes aus. Wir verurteilen das Klima der Einschüchterung in Europa, welches Initiativen zur Verteidigung des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod behindert. Wir hoffen auch, dass die europäischen Institutionen diesen Angriffen auf die Meinungsfreiheit entschieden entgegentreten und die Geister der Vergangenheit, die in Form einer neuen Diktatur eines totalitären Denkens zurück zu kehren scheinen, beseitigen.)

Akademie für das Leben
Es ist ein Armutszeugnis und ein Ausweis von zutiefst kulturloser Intoleranz, dass offensichtlich Gegner des Lebens als „Argumente“ nichts anders als Gewaltanwendung und Sachbeschädigung haben. Alle, die entschieden für das Lebensrecht eines jeden Menschen plädieren und sich für eine Kultur des Lebens einsetzen, können diesen feigen Akt der Gewalt und der Hilflosigkeit nur verurteilen. Offenbar liegt hier ein hohes Maß an Verwirrung und Verirrung vor, so dass ich als Christ nur hoffen kann, dass möglichst viele Menschen für Umkehr und Erkenntniszuwachs beten. Das Leben, und zwar das Leben eines jeden (!) Menschen, hat Respekt und Toleranz verdient. Alles andere widerspricht dem Gebot des Humanen. 
Martin Lohmann
Geschäftsführer der Akademie für das Leben, Bonn
Chefredakteur/Leiter Studio:Godesberg

Über den Angriff wurde auch in weiteren internationalen Informationsportalen berichtet:

Freie Welt: http://www.freiewelt.net/nachricht/radikal-feministinnen-greifen-lebensschutz-buero-in-frankfurt-an-10072811/

Italien: https://www.corrispondenzaromana.it/notizie-brevi/sede-sos-leben-devastata-un-gruppo-femministe/

Niederlande: https://stirezo.nl/besmeuring-kantoor-sos-leben/

Kathnews: http://www.kathnews.de/dieser-angriff-ist-eine-auszeichnung-fuer-sie-bischoefe-stellen-sich-hinter-lebensrechtler

Donnerstag, 30. November 2017

Werbung für Abtreibung: Linke und Grüne entdecken die Vorzüge des Kapitalismus

Börse Frankfurt am Main. Foto: DesertEagle, public domain
Mathias von Gersdorff

Gegenwärtig wettern Grüne und Linke (etwas moderater auch die SPD) gegen den Paragraphen 219a StGB.

Dieser Paragraph verbietet Werbung für Abtreibung. 


Kürzlich wurde eine Ärztin in Gießen zu einer Geldbuße verurteilt, weil sie auf ihrer Internetseite damit geworben hat, Abtreibungen durchzuführen.


Dieses Urteil nutzen nun Abtreibungsaktivisten, medial angeführt durch taz und Süddeutsche Zeitung, um gegen den § 219a StGB zu wettern.


Dabei wird niemals erwähnt, dass „Werbung“ nicht vollkommen verboten ist. Nur wenn dies „seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise“ geschieht.


Abtreibung ist entsprechend deutscher Rechtsprechung eine rechtswidrige Tat, die unter gewissen Voraussetzungen nicht bestraft wird. Dazu gehört der Besitz des sog. „Beratungsscheins“.


Rechtswidrige Handlungen dürfen nicht beworben werden, was ziemlich naheliegend ist.


Doch nicht nur die „Rechtswidrigkeit“ setzt der Werbung Hindernisse. Auch sittenwidrige Handlungen dürfen nicht beworben werden. Dazu gehörte bis zur Bundesregierung Schröder/Fischer die Prostitution. 


Obwohl Prostitution (rechtlich) nicht mehr sittenwidrig ist, kann sie nicht uneingeschränkt beworben werden. Vor allem der Jugendschutz setzt da Grenzen. 


In letzter Zeit echauffieren sich Linke und Grüne vor allem über „sexistische Werbung“ (Frauen in Bikini auf teuren Autos).


Der Werberat hat deshalb diverse Rügen ausgesprochen, die in der Regeln von den Werbetreibenden befolgt werden.


Wenn es um Abtreibung geht, dann soll für Grüne und Linke Manchester-Liberalismus herschen; also keine Regeln gelten.


Dann ist Kapitalismus plötzlich gut.


Sobald das Schreddern von Küken beworben wird, werden die Grünen wieder auf die Barrikaden gehen.


Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckart hat kürzlich gesagt: „Wir wollen, dass in den nächsten vier Jahren jede Biene und jeder Schmetterling und jeder Vogel in diesem Land weiß: Wir werden uns weiter für sie einsetzen!“


Damit meint sie, dass Auswüchse des wilden Kapitalismus, wie etwa Schreddern von Küken, Tierversuche, Vernichtung von Unkraut etc., zu beseitigen seien.


Etwas über den Einsatz für die ungeborenen Kinder sucht man bei den Grünen vergebens. 


Für Grüne und Linken soll sich der Staat aus diesem Staat völlig raushalten, den ungeborenen Kinder jeglichen Schutz verweigern und selbst die Werbung dafür zulassen. 


© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

Montag, 27. November 2017

CDU/CSU-Fraktion gegen Abtreibungswerbung: Verbot nach § 219a soll bleiben

(PM CDU/CSU-Fraktion im Bundestag) Das Amtsgericht Gießen hat eine Gießener Ärztin wegen unerlaubter Werbung für Abtreibung zu einer Geldstrafe verurteilt. In der aktuellen Diskussion um eine Aufhebung des Werbeverbots gemäß § 219a StGB erklären die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ,Elisabeth Winkelmeier-Becker, und der frauenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg: 

Elisabeth Winkelmeier-Becker: „Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hält am Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche nach § 219a StGB grundsätzlich fest. Es darf kein Geschäftsmodell gefördert werden, das auf der Tötung ungeborenen Lebens beruht. Wer den §219a StGB ersatzlos aufheben möchte, muss in Zukunft mit offener Werbung im Internet, Fernsehen, Zeitschriften, etc. für Abtreibungen rechnen. Dies wird dem Sachverhalt nicht gerecht. Allenfalls wäre zu prüfen, ob schon die sachliche Information für eine Tätigkeit, die nach der einschlägigen Gebührenordnung für Ärzte vergütet wird, diese Voraussetzungen erfüllt.

Es ist bedauerlich, dass die jetzt aufgeflammte Debatte wieder sehr schematisch abläuft und alte Feindbilder aufleben lässt. Ein Festhalten am Werbeverbot wird in – so scheint es oftmals – bewusstem Missverständnis mit einem Festhalten an längst überholten Rollenklischees gleichgesetzt. Dabei ist klar: Jede Frau hat die freie Entscheidung darüber, ob und wann sie Kinder haben will, welche Partner sie hat, welche Verhütungsmittel sie anwendet und wie sie berufliche und familiäre Ziele vereinbaren will. Ist ein Kind gezeugt, geht es aber nicht mehr nur um sie selbst, sondern auch um das Lebensrecht des Ungeborenen.“

Marcus Weinberg: „Die gesetzlichen Regelungen, ob und unter welchen Umständen ein Schwangerschaftsabbruch straffrei ist, fußen auf einem Bundesverfassungsgerichtsurteil. Dieses stellt fest, dass das sich im Mutterleib entwickelnde Leben als selbständiges Rechtsgut unter dem Schutz der Verfassung steht.

Das Strafgesetzbuch setzt dieses Bundesverfassungsgerichtsurteil um. Dementsprechend sieht es vor, dass im Rahmen einer Beratung nach § 219 StGB auch deutlich werden muss, ‚dass das Ungeborene in jedem Stadium der Schwangerschaft auch der Frau gegenüber ein eigenes Recht auf Leben hat und dass deshalb nach der Rechtsordnung ein Schwangerschaftsabbruch nur in Ausnahmesituationen in Betracht kommen kann‘.

Wer in einer Ausnahmesituation ist, in der eine Abtreibung in Frage kommt, sollte gut informiert sein und eine möglichst freie, unbeeinflusste Entscheidung treffen. Dazu gehört es auch, Raum und Zeit zu haben, sich über ein Leben mit oder ohne das Kind Gedanken zu machen, und es gehört ebenfalls dazu, sich bewusst zu werden, dass das Kind ein Mensch ist, der auch leben möchte.

Der Abwägungsprozess ist oft ein existenzieller, der den meisten Frauen nicht leicht fällt. Gerade in dieser Zeit sollten Versuche der Beeinflussung – etwa durch Werbemaßnahmen – unterbleiben.

Richtig problematisch wird es, wenn die Ärztin oder der Arzt im engeren Sinne Werbung für Abtreibungen macht. Das Werbeverbot soll Geschäftsmodelle mit Abtreibungen verhindern. Mit einer Lockerung des Werbeverbotes nach § 219a StGB könnte eine Verharmlosung von Schwangerschaftsabbrüchen einhergehen. Das verbietet sich schon verfassungsrechtlich.

Daher werden wir an dem Werbeverbot festhalten.“

Freitag, 24. November 2017

Gericht verurteilt Ärztin zu 6000 € Strafe wegen Abtreibungswerbung

Iustitia. Gemeinfrei, Wikimedia Commons
Felizitas Küble

Laut §219a des Strafgesetzbuches ist es verboten, Werbung für Abtreibungen vorzunehmen, was besonders für Ärzte gilt, da hiermit ein „Vermögensvorteil“ verbunden ist. 

Das Amtsgericht Gießen hat die Allgemeinärztin Kristina Hänel, die seit Jahrzehnten auch Abtreibungen durchführt, am heutigen Freitag zu 6000 Euro Geldstrafe wegen „unerlaubter Werbung für  Schwangerschaftsabbrüche“ verurteilt. Die Medizinerin hatte auf ihrer Internetseite darauf hingewiesen, dass sie Abtreibungen durchführt und hält dies für medizinische „Aufklärung“.

Begründet wurde die Gerichtsentscheidung mit dem Hinweis, der Gesetzgeber wolle nicht, „dass über den Schwangerschafts-abbruch in der Öffentlichkeit diskutiert wird, als sei es eine normale Sache“.

Der Prozeß gegen die 61-jährige Hänel, die das Urteil nicht akzeptieren möchte, war von einem großen Medieninteresse und einer Demonstration von Abtreibungsbefürwortern vor dem Gerichtsgebäude begleitet.

Hintergrund des Abtreibungsverbots ist die „spezielle“ deutsche Rechtsprechung, wonach Abtreibung nach Beratung innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate zwar straffrei, aber dennoch rechtswidrig ist.  –  Für eine rechtswidrige Tat soll logischerweise keine „Werbung“ erfolgen, wenngleich der Staat auf Strafverfolgung verzichtet.

Quelle: https://charismatismus.wordpress.com/2017/11/24/giessen-gericht-verurteilt-aerztin-haenel-zu-6000-e-strafe-wegen-abtreibungswerbung/